Das Homeoffice als Bühne wirkungsvoller Online-Präsentationen.

Live aus dem Homeoffice

Obwohl ein großer Teil der Welt im Homeoffice sitzt, wird auch weiterhin präsentiert. Das Leben steht nicht still, es verlagert sich lediglich zu großen Teilen ins Internet. Denn trotzdem müssen Entscheidungen getroffen, Kunden gewonnen oder Mitarbeiter abgeholt werden. Die klassische Meeting-Software hilft zwar, kleine Meetings und interne Absprachen zu ersetzen. Doch was geschieht mit den wichtigen Kommunikationsmomenten eines Unternehmens? Wie funktionieren beispielsweise strategische Präsentationen ohne Präsenz? Wie wird aus dem Homeoffice eine wirkungsvolle Bühne?

Um diese Fragen zu beantworten, haben wir bei Explain, der Agentur für ganzheitliches Präsentieren, eine Taskforce rund ums Thema online präsentieren gegründet. Als Case Study diente dabei der eigene Quartalsabschluss. Welche Erkenntnisse wir dabei gewonnen haben und welche Hilfsmittel für Online-Präsentationen jeder Zuhause hat, das erfahren Sie in unserem Artikel.

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Online präsentieren von Zuhause. Ein Thema, das in Zeiten der Pandemie viele beschäftigt. Schließlich arbeiten nun bis zu 25 Prozent der Angestellten im Homeoffice – darunter zahlreiche Führungskräfte und häufig auch der Chef selbst. Live-Präsentationen, Meetings, Trainings, Strategieveranstaltungen – sie alle fallen dem Kontaktverbot zum Opfer. Ersetzt werden sie durch Webmeetings, Webinare, Online-Präsentationen. Soweit, so gut?

Die technische Hürde ist grundsätzlich überwindbar. Folien werden für alle sichtbar geteilt, die Inhalte auf der Tonspur vermittelt, die Dramaturgie in eine digitale Journey umgewandelt, der physische Raum weicht dem virtuellen. Doch wie kann die Wirkkraft des Sprechers wiederhergestellt werden? Schließlich ist er als Sender der Botschaft Dreh- und Angelpunkt der Präsentation.

Der Sprecher im Fokus

Von Angesicht zu Angesicht, auf Augenhöhe, unter vier Augen, vis-à-vis – wenn wir nach Worten suchen, um ein Gespräch zu beschreiben, so ist das menschliche Antlitz Namensgeber vieler Redewendungen. Das ist naheliegend. Denn der Blick in das Gesicht ist Voraussetzung, damit die Spiegelneuronen ihr Werk verrichten können. Dieses Resonanzsystem im Gehirn sorgt dafür, dass wir Gefühle deuten und nachempfinden können, Empathie empfinden und Beweggründe nachvollziehen. Und deshalb fällt dem Sprecher einer Präsentation – seiner Mimik, seinem Charisma und seiner Persönlichkeit – so eine wichtige Rolle zu. Und während im Webmeeting die Folien den Monitor einnehmen, wird die Wirkung des Sprechers auf eine Videominiatur begrenzt. Das wird vielleicht einer kurzen Absprache gerecht. Doch es genügt nicht für strategische Präsentationen, für Krisenkommunikation oder wenn Partnerschaften beschlossen werden sollen.

Als Präsentationsagentur trifft uns das besonders. Zum einen, da unsere Kunden weiterhin mit Präsentationen ans Ziel kommen sollen. Jahresauftakt, Recruiting, Vertrieb, Erfolgsstrategien, Krisenkommunikation oder auch die Hauptversammlung – diese Präsentationen sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. Und das meiste davon muss vorerst digital stattfinden. Zum anderen, da wir selbst eine ausgeprägte Präsentationskultur leben und einen hohen Anspruch an unsere eigenen Präsentationen haben. Daher riefen wir eine Taskforce ins Leben, die sich mit dem Thema online präsentieren auseinandersetzen sollte. Als Case Study diente der anstehende Quartalsabschluss von Explain.

Der Chef als Kunde

Der Quartalsabschluss wird bei Explain traditionell mit Präsentationen inszeniert. Jonas Keller, CEO von Explain, tritt vor das Team und spricht über Ziele, neue Mitarbeiter oder strategische Kursabweichungen (zu denen sicher auch Corona zählt). Jeder Mitarbeiter soll transparente Einblicke in anstehende und vergangene Entscheidungen erhalten. Nähe und Vertrauen spielen bei dieser Art der Kommunikation eine wichtige Rolle. Deshalb findet in der Regel ein umfangreiches Rahmenprogramm, von Get-together bis Feierabendbier, statt.

Dieses Mal hingegen war eine digitale Experience gefragt – denn auch Explain ist im Homeoffice. Der eigene Chef sollte nun wie ein Kunde durch den Prozess begleitet werden. Das Ziel: Eine wirkungsvolle Strategie-Präsentation, die aus dem Homeoffice heraus funktioniert, das Publikum einbindet und den Sprecher zurück ins Rampenlicht führt.

Das Wohnzimmer als Studio

Getestet wurden verschiedene Aufbauten. Die einfachste Möglichkeit ergab sich durch eine Streaming-Software. Mit wenig Aufwand kann so das Interface der Präsentation beeinflusst werden und das Signal in jede Meeting-Software eingespeist werden. Konkret bedeutet das: Der Sprecher kann sein Video auch hochkant neben die Folie legen und präsentiert – quasi side-by-slide – in höherer Auflösung neben seiner Folie. Mit etwas mehr Aufwand kann das Sprechervideo aber auch in das Layout der Folie integriert werden. Inhalt, Folie und Sprecher verschmelzen so im virtuellen Raum. Doch auch im physischen Raum entstehen durch einen Greenscreen zahlreiche Möglichkeiten zum online präsentieren. Der Sprecher kann dann sogar freigestellt werden und präsentiert wie gewohnt vor seiner Folie.

Natürlich sind es auch die kleinen Dinge, die sich auf die Qualität auswirken. Beispielsweise erzeugt Blickkontakt auf Augenhöhe mit der Kamera eine besonders nahe Wirkung. Dafür muss lediglich der Laptop auf einem Stapel Bücher oder auf einer Kiste platziert werden. Oder mit einem transparenten Vorhang das Licht weichgezeichnet. Viele Verbesserungen sind durch einfache Hilfsmittel realisierbar. So wird jedes Wohnzimmer zu einem Studio.

Bühne frei

Innerhalb einer Woche wurden Videoeinstellungen definiert und die Folien entsprechend angepasst. Wir entschieden uns für eine Kombination verschiedener Settings, die während dem online präsentieren umgeschaltet werden konnten. Außerdem integrierten wir Videoteaser, Countdown, Musik und interaktive Easter Eggs für die Mitarbeiter. Dann war es soweit. Bühne frei für den ersten digitalen Quartalsabschluss.

Jonas Keller erzählte von aktuellen Herausforderungen, Erkenntnissen und kleinen Siegen. Zwischen den Botschaften wechselten Folienlayouts und Videosettings nahtlos durch. Dabei war er als Sprecher immer im Fokus der Mitarbeiter, interagierte mit den Folien und konnte auch Gestik wie gewohnt einsetzen. Selbst die Mimik war gut zu erkennen. Aber natürlich lief nicht alles perfekt. Die Bandbreite sorgte für den ein oder anderen Ruckler. Und wie immer gab es Teilnehmer, die aus dem Meeting flogen.

Und auch wenn irgendwann der Zeitpunkt gekommen ist und die meisten an ihren Arbeitsplatz zurückkehren dürfen, wird das Thema online präsentieren deshalb noch lange nicht vom Tisch sein. Denn es bietet auch eine Lösung für das standortübergreifende Arbeiten in globalen Konzernen, für die Kommunikation mit internationalen Freelancern oder digitalen Nomaden, für das freiwillige Homeoffice und vieles mehr. Und so greift uns diese unfreiwillige Situation unter die Arme und macht uns alle ein bisschen mehr bereit für die Zukunft.

 

Lösungen

Damit auch Sie in Zukunft erfolgreich von Zuhause online präsentieren.

Home Studio

Basic

Verwenden Sie den virtuellen Hintergrund für eine unkomplizierte Inszenierung.

Standard

Integrieren Sie Ihr Videobild in highquality neben oder auf der Folie.

Advanced

Bringen Sie sich mit Green-Screen in eine neue Dimension des Präsentierens.

Corporate Studio

Wir errichten Ihnen ein professionelles Präsentationsstudio in Ihrem Unternehmen.

Explain Studio

Buchen Sie unser Explain Studio in Karlsruhe für Ihre nächste Online-Präsentation.

In der Explain Academy lernen Sie, wie Sie online und offline wirkungsvoll präsentieren.

Key Learnings

In den nächsten 15 Key-Learnings geben wir Ihnen Einblick in unsere wichtigsten Erkenntnisse rund um den Inhalt, die Folie, den Sprecher, den Raum und die Dramaturgie einer digitalen Präsentation. Auf dass Sie auch von Zuhause aus wirkungsvoll online präsentieren.

01 Inhalt

Wie Sie Ihre Botschaften digital konsumierbar machen.
  1. Reduzieren Sie Ihre Inhalte auf die wichtigsten Botschaften. So kommen Sie zum Punkt, bevor das WLAN, die Katze, der Postbote oder andere Faktoren das Meeting beenden.
  2. Überlegen Sie, was bei Ihren Live-Präsentationen ein Erfolgsgarant war, und übersetzen Sie es in das digitale Setting.
  3. Vermeiden Sie starre und langatmige Strukturen. Mit einer Sprungfolie bleiben Sie flexibel und können jederzeit in den Dialog übergehen.
02 Folien

Wie sich Folien für eine Online-Präsentation verändern sollten.
  1. Hinterfragen Sie die Funktion einer jeden Folie und reduzieren Sie das Foliendeck auf das Nötigste. Ersetzen Sie kleinteiligen Text durch plakative Bilder.
  2. Aufwendige Animationen, Effekte und Folienübergänge kollidieren häufig mit der verfügbaren Bandbreite. Nutzen Sie daher Gestaltungsmittel auf der Folie.
  3. Die meisten PowerPoint-Templates sind nicht auf Online-Präsentationen ausgelegt. Hinterfragen Sie daher Schriftgröße, Farben oder Layouts.
03 Sprecher

Wie der Sprecher trotz digitaler Barriere beeindruckt.
  1. Sprechen Sie deutlich, mit variierender Tonlage und Geschwindigkeit. Und nutzen Sie Aufnahmen, um Ihre eigene Stimme kennen und nutzen zu lernen.
  2. Der Dresscode für Webmeetings: gedeckte Farben mit ausreichend Kontrast zum Hintergrund. Und bitte keine Streifen … das flimmert.
  3. Achten Sie auch weiterhin auf Ihre Körpersprache. Die Mimik darf online stärker, die Gestik reduzierter zum Einsatz kommen.
04 Raum

Wie realer und virtueller Raum wirkungsvoll inszeniert werden.
  1. Positionieren Sie die Kamera auf Augenhöhe und sorgen Sie für ausreichend Licht aus der richtigen Richtung. Vorhänge helfen, hartes Sonnenlicht abzusoften.
  2. Mit einem Greenscreen, Videolicht, Tischmikrofon und einer Webcam verwandelt sich Ihr Homeoffice in eine wirkungsvolle Bühne.
  3. Mit der passenden Streaming-Software können Sie den Sprecher in die Folie integrieren und virtuelle Settings erzeugen. Wie bei der Tagesschau.
05 Dramaturgie

Wie Sie eine digitale Audience Journey planen und umsetzen.
  1. Neben der klassischen Meeting-Software können auch Streaming-Software, digitale Workshoptools, Social-Media und Event-Software zum Einsatz kommen.
  2. Durchbrechen Sie die digitale Barriere. Überlegen Sie sich Interaktionen mit dem Publikum, die im „echten Leben“ stattfinden.
  3. Schmieden Sie einen umfangreichen Notfallplan. Auch wenn Sie ihn im besten Fall niemals benötigen.

Vereinbaren Sie Ihre kostenfreie Beratung.

Wir informieren Sie gerne, wie Sie Ihr online präsentieren auf ein neues Niveau bringen können und wie ein Projekt mit uns aussehen kann.

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